Frank Roth, Projektkoordinator

in Rumänien Zeitraum: Mai 2006 bis Oktober 2006

es geht voran…
Ein Bericht von Frank Roth/ Mai 2006

Da die Monatsberichte immer am 15 jedes Monats nach Deutschland an unseren Web Master und den Vorstand geschickt werden, beinhaltet dieser Bericht nur die ersten 15 Tage unseres Aufendhaltes in RO.Das was ich in den ersten 14 Tagen machte bzw. erlebte kann man eigentlich in Zwei Sätze erzählen.
gemeinsam mit Ricarda und Alexander, unseren beiden Praktikanten in Stein, stand ich im Steiner Pfarrhaus und sortierte bzw. entsorgte was sich so in den letzten ca. 15 Jahren in eine Haus ansammelt welches nur selten noch für kirchliche Arbeit genutzt wird. ( Ich kann sagen da sammelt sich eine ganze Menge an ). Zu unser Freude hatten wir gleich zu Beginn unser Zeit in Stein eine Jugendgruppe des CJDs aus Dresden zu Besuch die uns zwei Tage bei der Entkernung des Bades und der Küche geholfen haben. Diese sollen bis zum Sommer neu vorgerichtet sein.
Während der Arbeit motivierte uns das dieses Haus in Zukunft nicht mehr lehr stehen wird sondern als Bildungs- und Begegnungshaus ein neues Leben bekommt. Einen kleinen Vorgeschmack konnten wir an eine gemeinsamen Lagerfeuerabend mit den Jugendlichen des CJDs und Europas Kinder und uns erleben. Die zweite von mir ausgeführte Tätigkeit war zwar Körperlich nicht so anstrengend, jedoch für Geist und Seele der reine Stress. Ich hatte die Aufgabe für unser Projekt Gemeinsam Lernen – würdevoll miteinander das Leben gestalten die ersten bürokratischen Hürden zu meistern. Das bedeutete für mich das ich aller zwei Tage mich ins Auto setze und nach Brasov fahre um mit den verschiedenen „wichtigen“ Menschen zu klären was wir alles für neue Unterlagen und Genehmigungen brauchen um Menschen helfen zu dürfen. So gibt es jetzt ein neues Gesetz welches festlegt das nur noch Vereine in RO arbeiten dürfen die eine Agretierung haben. In einen Rechtsstaat würde man das Qualitätssigel nennen. Nach zahlreichen Gesprechen mit anderen Vereinen und meinen 14 tägigen persönichen erfahrungen scheind es hierbei jedoch eher darum zu gehen unliebsame Organisationen los zu werden.
Nachdem uns das Maß des ganzen bewusst wurde, haben wir uns entschlossen einen Profi einzukaufen der einen Teil der Agretierung für uns übernimmt. Bei der Agretierung handelt es sich um einen ca. 100 Seiten großen Antrag den Man stellen muss und wo man dann noch die Genehmigungen des Arbeitsamtes, der Gesundheitsbehörde, der Feuerwehr und des Bürgermeisteramtes brauch. Wenn man wirklich einmal alles hat reicht man diesen dann ein und wird dann vor eine Komision geladen erst wenn diese Damen und Herren der Meinung sind das man im Sinne des Rumänischen Landes arbeitet bekommt man die Genehmigung dazu. Wir brauchen diese Agretierung für die Seminare die wir durchführen wollen. Ob wir eine zweite Agretierung benötigen für die Praktikantenarbeit kann uns genau zur Zeit keiner Sagen. Die Kinderhilfsbehörde mit der wir in den staatlichen Einrichtungen zusammenarbeiten sagt ja, das zuständige Arbeitsamt welches die Anträge als erstes begutachtet sagt nein. Ich bin mir sicher es bleibt Spannend.

Neben diesen Arbeiten und Erfahrungen kann ich sagen das es sehr schön ist gemeinsam mit Ricarda und Alexander sowie Ione einen rumänischen Tischler der uns in Stein hilft den Tag mit einer Andacht zu beginnen und mit einen Tagesabschluss zu beenden. Mit großen erstaunen stellen wir immer wieder fest wie gut die Worte Gottes doch zu unserer Gemeinschaft und der Arbeit passen oft geben sie uns auch neue Kraft für den bevorstehenden Tag.

Das neue Arbeitsteam für das „Gemeinsam Lernen – würdevoll miteinander das Leben gestalten“ Projekt hat sich auch schon zu mehreren Arbeitssitzungen zusammengefunden. Für mich als fast Außenstehenden ist es sehr beruhigend und wohltuhen anzusehen wie dieses Team ( Tina, Ricarda und Alexander) fast unberührt von den Schwierigkeiten ihre Arbeit begonnen hat und mit für mich manchmal fast beängstigender Geschwindigkeit sie vorankommen.
Dazu passt auch das wir dieses Projekt ja eigentlich von der UNI in Brasov wissenschaftlich begleiten lassen wollten. Als einige Professoren davon erfuhren Bestätigten sie uns das es so etwas vergleichsweise es noch nicht im Landkreis gibt. Die Folge ist das wir einen dreijährigen Partnerschaftsvertrag mit der UNI abschließen konnten und somit das Projekt nicht nur begleitet wird sondern auch anerkannte Praxisstelle für rumänische Studenten geworden ist und sie gemeinsam mir ihren Professoren daran arbeiten können. Nun sind wir in der spannenden Situation das die UNI und wir an einen Projekt arbeiten welches es eigentlich noch gar nicht geben darf laut rumänischer Rechtssprechung.
Dies scheind jedoch nicht wirklich ein Problem zu sein wie uns die UNI versicherte da keins der rumänischen Staatsheime bis zum heutigen Tag die Agretierung bekommen hat also illegal arbeitet.

Als Schluss kann ich sagen das es sehr spannend ist gemeinsam mit einer Rosafamilie die vier Behinderte Kinder hat einen rumänischen Handwerker und Praktikanten in einen ökumenischen Wohnprojekt zu leben und arbeiten.

Ich wünsch euch eine schönen und gesegnete Zeit bis zu meinen nächsten Monatsbericht.

Der Frank aus Stein