Bettina Miclaus, Praktikantin

in Kronstadt, Honterusgemeinde (Schwarze Kirche) Zeitraum: September 2006 bis August 2007

Es war glaub ich mein bestes Wochenende hier in Rumänien….

Ein Bericht von Bettina Miclaus / Dezember 2006

Hallo, hier bin ich wieder, mit meinem dritten Monatsbericht. Also der Monat Dezember ist ja ganz schön stressig, naja auf jeden Fall wenn man für eine Kirchengemeinde arbeitet.Aber dass ist eigentlich ganz gut so (auf jeden Fall für mich),weil so die Zeit bis Weihnachten schneller vergeht.Ich freue mich riesig auf das Weihnachtsfest,weil ich am 24.12. nach Hause fliege,für ein paar Tage. Ich hoffe es entsteht jetzt bei ihnen nicht der Eindruck,das es mir hier nicht gefällt,ganz im Gegenteil.Ich finde es hier in Brasov immer noch sehr schön,auch wenn das Wetter etwas merkwürdig ist. Ich meine so Warm ist es noch nicht mal in Ostfriesland vor Weihnachten…
Am letzten Wochenende im November, war ich auf einem LJMK (Landes Jugend Mitarbeiter Kreis Treffen) in Wolkendorf.Es war glaub ich mein bestes Wochenende hier in Rumänien.
Das WE stnad unter dem Thema „Time is Money!“ Wir waren ungefähr 25 Jugendliche.
Unter anderem wurden die Freizeiten vom Jahr 2007 besprochen und es wurde gefragt,wer auf welche Freizeit mitfahren würde als Mitarbeiter.Ich habe mich doch gleich mal für alle (bis auf die Ski-Freizeiten) gemeldet.Und die Leute von der Honterusgemeinde, geben mir auch dafür frei. Ich freue mich schon riesig auf die einzelnen Freizeiten.
Seit dieser Woche unterrichte ich mit einer Frau (aus meinem wöchentlichen Gebetskreis) an der Honteruschule vier Stunden wöchentlich Religion.Naja besser gesagt,sie unterrichtet und ich unterstütze sie, so gut ich kann. Der Unterricht macht mir sehr viel Spaß auch wenn es manchmal richtig anstrengend ist.Gestern hatten wir in der 7 Klasse Reli., ich habe gemerkt,dass wenn die Teens nicht beschäfigt werden,ziemlich schnell ziemlich laut werden können. Trotz allem mache ich es richtig gerne. Durch den Unterricht habe ich die Chance,den jüngeren Teens von Jesus zu erzählen und ihnen einfach zu zeigen wie GROSS-ARTIG er ist.
In einer halben Stunde haben wir zum ersten Mal Reli.-Unterricht in der 11 Klasse, ich bin sehr gespannt wie das wird,weil die Leute ja nur etwas jünger sind als ich.
Ich möchte nun zum ende von meinem Bericht kommen.
Aber bevor ich ganz abschließe möchte ich ihnen noch schreiben,dass es jetzt sehr schön ist in Brasov.Überall bunt-belichtete Tannenbäume, es sieht echt sehr schön aus,bei uns in der Innenstadt.Es lohnt sich jetzt sehr einmal diese Stadt zu besuchen,also eine herzliche Einladung von mir.
Liebe Leser ich wünsche ihnen (auch wenn ich sie nicht alle kennen)
von Herzen eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!!!
Seien sie alle ganz lieb gegrüßt
von der Bettina

Also blieb mir nichts anderes übrig als mich auch zu amüsieren….

Ein Bericht von Bettina Miclaus / November 2006

So liebe Leser nun können sie meinen zweiten Monatsbericht lesen. Wo fange ich bloß an?
Am besten mit denn größeren Ereignissen seit meinem letzten Bericht. Die Honterusgemeinde und die Botschaft der Bundesrepulik Deutschland habe im letzten Monat eine großes Musikfestival hier in Kronstadt veranstaltet. Dieses Musikfestival (welches dieses Jahr zum vierten mal stattfand) nennt sich Musica Coronensis.Vielleicht haben einige von Ihnen schon mal davon gehört. Für alle anderen erkläre ich kurz was die Musica Coronensis ist.
Es ist ein Musikfestival, welches an einem Wochenende (Fr.-So.) hier in der Schwarzen Kirche stattfand.Es waren Künstler,Orchester und Chöre aus ganz Rumänien vertreten, die in der Schwarzen Kirche musiziert haben.Zu den verschieden Konzerten hat die Honterusgemeinde groß eingeladen.Ich war nicht bei allen Konzerten, bei den zwei Großen sollte ich Empfangsdame spielen.Das sah dann so aus, dass ich in der Kirche die Leute freundlich begrüßt habe und ihnen einen Programmablauf gegeben habe. Es hat echt Spaß gemacht und an den Abenden war ich echt froh, das ich die rumänische Sprache etwas beherrschen.Mich haben viele Besucher die aller möglichsten Sachen gefragt zu den Konzerten,aber ich habe mich gut gehalten.
Das Beste an der ganzen Veranstaltung war für mich, dass ich am Sonntag nach dem Konzert, mit ihn den Gemeindesaal sollte bzw.durfte.Im Gemeindesaal war ein Emfang (mit richtig viel Essen)für sehr wichtige Leute vorbereitet.Zum Emfang waren die Musiker, Kirchenvorstand, Vertreter aus der Industrie,Vertreter der lokalen Behörden und der Deutsche Botschafter eingeladen. Meine Aufgabe bei diesem Empfang war es,drauf zu achten das immer genug Essen und Trinken vorhanden war und dass die leeren Teller/Flaschen weggeräumt wurden. Mir wurde schnell deutlich,dass die Firma die das Essen geliefert hat und auch Kellner zur Verfügung gestellt hat, sich um all diese Sachen selber kümmern wollte.Also blieb mir nichts anderes übrig als mich auch zu amüsieren und fleißig zu essen. Es war ehr als genug da, dass wußte ich,denn von 160 eingeladenen Personen, waren nur ca. 60 erschienen. Voll super für mich,weil ich nach dem Empfang noch ganz viel Essen mitnehmen durfte.Was auch noch super war, ist das ic zusammen mit dem Deutschen Botschafter essen durfte,–> macht man ja auch nicht jeden Tag.
Ich möchte nun vom zweiten großen Ereigniss berichten.Am 31.Okt. hatten wir einen Reformations-Gottesdienst ind der Schwarzen Kirche,durfte wieder Empfangsdame sein. Die Predigt an diesem Gottesdienst hat der Herr Mark S. Hanson gehalten.Für alle die diesen Namen noch nicht gehört haben (ich vorher auch nicht), er ist der Generalsekretär des LutherischenWeltbundes und kommt aus den USA. An dem Gottesdienst haben auch die beiden Bischöfe der Ungarischen und Deutschen Lutherischen-Kirchen auch Rumänien teilgenommen.
Es haben viele Leute den Gottesdienst besucht, die nur Ungarisch sprechen, d.h. hieß für mich, dass ich oft auf Ungarisch angesprochen wurde.Und ich kann ja wirklich gar keinen Satz auf Ungarisch. Die Predigt fand ich echt super, obwohl sie auf Englisch war.
Das größte und verantwortungsvollste Ereignisse für mich persönlich waren, die Flitterwochen von unseren Pfarrerin.Nein, liebe Leser ich bin nicht mitgefahren! Aber trotzdem waren es aufregende Wochen für mich. Die Pfarrerin leitet die Kinder und Jugendarbeit hier in der Honterusgemeinde.Als sie dann in Flitterwochen gefahren ist, habe ich die Kinder- und Jugendarbeit übernommen.Das heißt, ich war für den Kinderclub und den Jugendkreis (s. vergangen Monatsbericht) verantwortlich. Die Stunden für den Kinderclub waren im großen und ganzen schon Vorbereitet,ich mußte nur noch dafür sorgen,dass alles lief. Und für den Jugendkreis habe ich mir dann selber etwas überlegt.Ich hatte schon vorher einiger Erfahrung in der schristlichen Kinder- und Jugendarbeit, weil ich in Deutschland auch in einem Teenykreis mitgearbeitet habe, aber auf einmal die Leitung zu übernehmen war echt aufregend.So liebe Leser das waren meine größten Ereignissen in der vergangenen Zeit, ich hoffe es hat ihnen wieder Spaß gemacht meinen Bericht zu lesen.Ah ja, mir gehst immer noch sehr sehr gut und das Leben macht Spaß.Bis zum nächsten Mal, ihnen alles Guten und Gottes reichen Segen.Ihre Bettina

ich würde sagen es ist genau die richtige Praktikumsstelle für mich….

Ein Bericht von Bettina Miclaus / Oktober 2006

Jetzt, wo ich nun schon über einen Monat hier in Kronstadt (Brasov) tätig bin, möchte ich Ihnen, liebe Leser, von meiner Arbeit hier berichten. Bevor ich dieses jedoch tue, möchte ich kurz berichten, wie es mir in meiner Anfangszeit hier in Rumänien ergangen ist. Ich fuhr in dem Glauben nach Rumänien, hier mein rumänisch verbesser zu können. Dadurch, dass ich bis zu meinem sechsten Lebensjahr in Rumänien (Heltau) gelebt habe und auch des öfteren meine Ferien hier verbracht habe, war schon ein gewisser Grundwortschatz vorhanden. Ich merkte jedoch schnell, dass alle Personen, mit denen ich zu tun haben würde, perfekt deutsch sprechen, wodurch die arbeit für mich natürlich einfacher werden würde. Von der Kirchengemeinde bekomme ich eine süße kleine Zwei-Zimmer-Wohnung zur Verfügung gestellt, in der ich zusammen mit einer FSJ-lerinn, die ebenfalls aus Deutschland kommt, zusammen lebe.Mir fiel es nicht schwer mich hier einzuleben, da alle mich super lieb aufgenommen haben und jederzeit für mich da sind. Nun möchte ich zu dem Punkt kommen, wo ich Ihnen von meiner Arbeit berichte.
Ich arbeite für die Honterusgemeinde, zu der unter anderem die Schwarze Kirche gehört.
Die Schwarze Kirche ist eine Kirch, für die sich ein besuch echt lohnt.Ich meine damit jetzt nicht dass sich Besuche in anderen Kirchen nicht lohnen. Man muß diese Kirche ienmal gesehen haben, sie ist mega groß und sehr schön (sowohl von aussen, wie auch von innen).
Der größte Teil meiner Arbeit besteht darin, ältere Damen (Gemeindemitglieder) einmal wöchentlich zu besuchen und ihnen beim nötigsten zu helfen, das kann auch einfach nur bedeuten ihnen zuzuhören.Das Wort NUR ist in Bezug aufs zuhören etwas falls am Platz.
Viel der Damen die ich besuchen, haben wenig Kontakt zu andern Menschen und sie haben dadurch wenige Menschen die ihnen zuhören. Bei einigen Damen (sie werden hier von uns liebevoll Tantchen genannt) sitze ich den ganzen Nachmittag über mit ihnen am Tisch und höre mir ihre Geschichten an. Die meisten Geschichten handeln von den Zeiten in denen unsere “ Tantchen “ zur Zwangsarbeit nach Rußland mussten. Die Geschichten sind alle sehr traurig.Wenn ich merke dass sie wieder viel über diese Zeiten nachdenken, versuche ich sie damit abzulenken, dass es ihnen jetzt ja besser geht. Einigen unserer „Tantchen“ helfe ich im Haushalt oder gehe für sie einkaufen. Viele von ihnen können entweder durch ihre kranken Beine oder durch ihre kranken Hände, nicht mehr viel arbeit im Haushalt selbstständig erledingen. Dieses nicht mehr selbstständige kochen, putzen ect. zu können fällt ihnen sehr schwer.
Der andere Teil meiner Arbeit besteht darin, in einem Kinderclub (jeden Sam.,mit Kindern von 9-13 Jahre) und in einem Jugendkreis (Freitags mit Jugendlichen von 14-ca. 24 Jahren) mitzuarbeiten. Im Kinderclub nehmen wir grade zusammen mit den Kindern das Thema Noah durch. Wir basteln zusammen mit den Kindern, erzählen ihnen biblische Geschichten, spielen und singen sehr viel. Mit Den Jugendlichen aus dem Jugendkreis haben wir einen Jugendgottesdienst zum Thema „Zeit zu Danken ist Jetzt“ vorbereitet und dann auch diesen Gottesdienst gefeiert. Wir haben viele Plakate gebastelt und Flyers gemacht, durch die wir zu unserem Jugendgottesdienst eingeladen haben. Wir haben den Gottesdienst extra am Abend gefeiert, weil wir gehofft haben, dass wir auch Jugendlich dadruch erreichen, die zum Beispiel nicht extra für einen Gottesdienst aufs ausschlafen verziehten möchten. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass es ein sehr schöner Gottesdienst war.
Ich hoffe man kann aus meinem Bericht heraus lesen wie wohl ich mich hier fühle, ich würde sagen es ist genau die richtige Praktikumsstelle für mich.Ich werde hiersicherlich viel lernen, in Bezug auf die Arbeit mir älteren Menschen, wie auch Methoden der christlichen Kinder- und Jugenarbeit. Und darauf freue ich mich schon sehr.
Zum Schlußß kann ich Ihnen, liebe Leser, nur noch wünschen, dass es ihnen wo sie sich auch grade befinden mögen, es genau so gut geht wie mir hier in Kronstadt (Brasov).
Gottes reichen Segen und eine sehr schöne Zeit bis zu meinem nächsten Bericht wünscht ihen die Bettina