Bastian Mischnick, Praktikant

im Kinderhaus Petrila

Mein Leitsatz:
Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen.
Stark sein bedeutet, immer wieder aufzustehen!

Bericht 5

Hallo es ist mal wieder Zeit für einen Bericht von mir. Ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll, da ich in dem letzten Monat soviel erlebt habe, was ich bestimmt nicht so schnell vergessen werde.

Kurz vor Weihnachten sind Wolfgang, ich und einige Lonia Kinder mit zwei Autos Richtung Hunedora gefahren um ein Altersheim zu besuchen. Die Kinder wollten dort für die Alten Leute singen. Auf den Weg dorthin haben wir einen zwischen Stopp bei der Gemeinde von Dorinas Schwester gemacht, wo wir einen richtig schönen Gottesdienst besucht haben. Auch haben dort die Kinder ein paar Lieder gesungen. Nach einem ausgiebigen und leckeren Mittagessen sind wir dann weiter zu dem Altersheim gefahren. Als wir dort angekommen sind und gesehen haben unter welchen umständen die alten Menschen dort Leben, wurde mir es schon schwer ums Herz. Es ist immer etwas anderes wenn man Erzählt kriegt wie es in solchen Altersheimen aussieht, als wenn man es mit eigenen Augen sieht.
Ein altes Gebäude wo bis zu 8 Leute in einen Zimmer leben, die kaum eigene Habseligkeiten haben und fast nie Besuch von ihren Verwandten kriegen. Deshalb war die Freude von den alten Leuten umso größer, als wir mit den Kindern vorbei gekommen sind. Und als die Kinder dann anfingen Weihnachtslieder zu singen waren sie so froh, dass einige ihre Tränen nicht zurück halten konnten. Es ist schon sehr Traurig wenn man sich vorstellt, dass die meisten Weihnachten alleine in dem Altersheim feiern und keiner ihrer Verwandten vorbei kommt um sie zu besuchen. Schade das es immer wieder Leute gibt (auch bei uns in Deutschland) die ihre Eltern abschieben und sich nicht um sie kümmern, wenn sie alt geworden sind. Sollte man nicht gerade seine Eltern „ehren“ und sich um sie kümmern wenn sie Hilfe brauchen?

„siehe, ich verkündige euch eine große Freude … denn euch ist heute der Heiland geboren …“
Weihnachten, für mich war es das erste Mal das ich es ohne meine Familie gefeiert habe. Natürlich fällt es einen (mir) schwer wenn man Weihnachten nicht mit seiner Familie feiert, aber auf der anderen Seite war ich schon gespannt wie man hier in Rumänien Weihnachten feiert.
Zu Weihnachten gibt es hier zum Beispiel die Tradition unter den jungen Leuten, dass man von Haustür zu Haustür geht, irgendwas singt oder ein kurzes Stück vorspielt, was meistens nicht mit Weihnachten zu tun hat, um dann dafür ein bisschen Geld zu kriegen. Mich hat das sehr stark an Fasching erinnert und ich finde es sehr schade wie schnell Leute den eigentlichen Sinn von Weihnachten vergessen. Umso schöner ist es aber, dass es auch Gruppen gibt die Weihnachten umher gehen um die Christliche Botschaft zu verbreiten, indem sie Weihnachtslieder singen und auch kein Geld von den Leuten annehmen. Mit den Lonia Kindern und anderen Kindergruppen haben wir das gemacht. Um 5 Nachmittags sind wir losgezogen und haben bei verschiedenen Leuten gesungen. Es ist immer wieder schön zu sehen wie man Leuten mit solch einer Kleinigkeit eine Freude machen kann?. Als wir uns dann so gegen 10 Uhr abends auf den Heimweg machten, konnte ich die rumänischen Lieder inzwischen auch ganz gut singen. Zu Hause gab es dann für die Kinder die Bescherung und ein richtig leckeres Weihnachtsessen. Nachdem die Kinder dann ausgiebig gespielt hatten und dann im Bett waren, war ich auch froh das ich zu ruhe gehen konnte.

Es gibt noch so viele Sachen die ich in den Monat erlebt habe, aber wenn ich die alle erzählen würde, könnte ich gleich ein ganzes Buch schreiben. Deshalb werde ich sie nur kurz hier erwähnen. Wer gerne mehr da drüber wissen will kann mich ruhig fragen.

Anfang Januar kamen meine Schwester und die Jugendreferentin aus unserer Gemeinde zu besuch. Es war richtig schön, nach 4 Monaten wieder bekannte Gesichter zu sehen. Zusammen haben wir dann 3 wundervolle Tage in den Bergen verbracht wo wir Skifahren gegangen sind.

Über Weihnachten hatten wir auch viel Besuch. Zum einen war Julia da (meine Vorgängerin), Victor und Madalina, Rebecca und Ruth. Mit denen habe ich dann auch eine schöne Zeit verbracht und wir haben viel zusammen mit den Kindern unternommen.

Inzwischen laufen auch die Hausaufgaben mit den Kindern besser. Bei Daniel und Cristina hat sich wohl ein Hebel umgelegt und sie können inzwischen richtig gut lesen. Vorher war es manchmal echt schwer die Geduld nicht zu verlieren, wenn sie nach 2 Monaten immer noch nicht Buchstaben unterscheiden konnten. Aber jetzt bringt es richtig Spaß mit denen was zu lesen.

So jetzt beginnen die letzten 1 ½ Monate meines Praktikums und ich bin echt gespannt was ich in der Zeit noch alles erleben werde.
Ich wünsche euch bis zum meinem nächsten Bericht alles Gute.
Euer Bastian

Bericht 4

Nun bin ich schon über 3 Monate in Rumänien und so richtig Heimweh ist noch nicht aufgekommen. Zeit dafür gibt es eigentlich auch nicht. Denn dafür erlebt man hier zu viel.
Von 3 Ereignissen die letzten Monat hier passiert sind will ich euch Berichten. Zum einen konnte ich endlich wieder an meinen Skikünsten feilen, dann habe ich sogar meine Lieblingstorte zum Geburtstag gekriegt und jede menge Geduld beweisen müssen, bei den Hausaufgaben mit den Kids.

Endlich war es soweit. Wolfgang, Cristina, Emanuel und ich saßen in der Seilbahn die uns den Berg rauf bringen sollte. Wir wollten Daniel (der oben Ski unterricht hatte), Dorina und Rebekka (die schon einen Tag vorher oben waren) besuchen. Auch wollte ich die Gelegenheit nutzen um meine Skikünste zu verbessern, denn seit 2 Jahren bin ich nicht mehr gefahren. Aber meine Bedenken das ich irgendwas verlernt habe zerstreuten sich sehr schnell. Ski fahren ist wie Fahrrad fahren, man verlernt es nie wieder und so konnte ich nach ein paar kurzen Übungseinheiten wieder alle Pisten runter fahren. Auch Wolfgang hat sich ein paar Skier untergeschnallt und zusammen mit Daniel versuchte ich seine Technik zu verbessern. Wobei Daniel sich als sehr guter Skilehrer erwies. Die anderen sind in der Zeit mit den Schlitten eine lange Schlittenpiste runter gefahren. Als es dann langsam Dunkel wurde sind wir alle zu frieden aber Müde nach hause gefahren.

Schwarzwälderkirsch-Torte, ich weiß ja nicht wie die das rausgekriegt haben, dass das meine Lieblingstorte ist. Auf jeden fall war die Überraschung gelungen, als ich auf den Kaffeetisch guckte. Mhmm meine Lieblingstorte und das zu meinen Geburtstag. Auch so war mein Geburtstag ein schöner Tag. Die Kinder haben mir tolle Geschenke gemacht und waren sogar aufgeregter als ich. Nachmittags habe ich dann länger mit meiner Familie tel. und abends haben wir (Wolfgang, Dorina und Mona) dann noch gemütlich bis 2 Uhr zusammen gesessen.

Geduld! Das muss ich immer wieder beweisen wenn ich mit Daniel und Christian Hausaufgaben mache. Die beiden kriegen jetzt jeden Tag viel zu lesen auf, wobei ich oft am überlegen bin ob ich damals in der ersten Klasse auch soviel auf hatte. Ich bin zu dem Entschluss gekommen das es nicht so war. Leider tun sich die beiden schwer mit den lesen, auch wenn sie sich mühe geben. Aber wenn man nach dem 100-mal das „n“ und das „m“ immer noch nicht unterscheiden kann wird meine „Geduld“ schon sehr auf die Probe gestellt ;). Nach fast 1 Monat in dem sie lesen üben kriegen sie aber schon kleine Wörter und Texte hin. Man kommt zwar langsam voran, aber man kommt voran.

Das war es auch jetzt schon wieder von mir. Ich wünsche euch allen eine Gesegnete Adventszeit und Frohe Weihnachten.
Euer Bastian

Bericht 3

Schnee Schnee und das anfangs November. Als ich morgens die Gardinen in mein Zimmer aufmachte konnte ich gar nicht meinen Augen trauen. Erst 3 Wochen früher war ich noch mit T-Shirt bei über 20 C. draußen und jetzt ist alles weiß. Leider hielt der Schnee nur einen Tag, aber das machte nichts da eine Woche später genug Schnee lag. Dazu aber später mehr.
Ende November war ich mit Dorina und Julian für 2 tage in Klausenburg. Dorina musste dort zum Zahnarzt und ich habe die Gelegenheit genutzt mir die Stadt an zu schauen und ich muss sagen es ist eine sehr schöne Stadt. Übernachtet haben wir dort bei einem Freund von Dorina. Durch ihn haben wir auch sehr viele Leute kennen gelernt und auch was für geniale Wege Gott immer wieder findet um Menschen zu helfen die wirklich in Not sind.

Eine große Herausforderung hatte ich vor zwei Wochen, als ich für den Hauskreis hier Afrikanisch kochen sollte. Und das, wo ich bis jetzt nur für 4 Leute Afrikanisch gekocht hatte, mit Hilfe meiner Schwester. Jetzt musste ich für 15 Leute kochen, aber auch diese Herausforderung meisterte ich mit Monas und Adrianas Hilfe. Soweit ich das auch beurteilen kann hat es allen gut geschmeckt, obwohl man mit den Händen essen musste. Hinterher habe ich dann noch eine längere Präsentation von Kenia, wo ich Praktikum gemacht habe und von Tansania wo wir gewohnt hatten, gehalten.

Schnee Schnee die zweite. Jetzt komme ich zu den letzten paar Tagen wo es für mich als „Sauerländer“ schon recht viel geschneit hat. Wenn ich schätzen sollte würde ich sagen dass es so 25 cm waren. Dies habe ich mit den Kindern dann auch ausgenutzt und wir sind viel Schlitten gefahren. Auch haben wir eine Schneeball schlacht gemacht und einen Schneemann gebaut. Der letztendlich sogar größer war als ich. Ich freu mich schon darauf mit Daniel die Pisten in der Umgebung unsicher zu machen.
Daniel ist auch eines der Kinder was mich die letzte Zeit richtig froh gemacht hat. Man hat immer mehr freunde an ihn und mit ein paar ausnahmen wird er auch immer ausgeglichener. Auch sind seine Schulischen Leistungen in den letzten Wochen immer besser geworden und ich freu mich schon jetzt drauf wenn er wieder eine FB „forte biene (sehr gut) nach Hause bringt.

Seit heute Morgen bin ich auch mit Dorina und den Kinder alleine, da Wolfgang für ein paar Termine und Besorgungen nach Deutschland gefahren ist. Für mich heißt das, dass ich jetzt früh morgens für mich, um 7 Uhr Feuer machen muss, damit die Heizung im Haus läuft. Neben bei kümmere ich mich noch um die Hühner, Lea den Hund und die Kaninchen, damit jeder genug zu essen hat. Dann muss ich auch noch die Kinder zu Schule fahren und abholen und zu guter letzt noch in den Kindergarten, denn Casian und Emanuel wollen ja auch nach Hause. Eigentlich kann ich Wolfgang jetzt nur noch mehr bewundern, da er das ja jeden Tag macht, aber ich mache es auch gerne obwohl ich auch froh bin wenn Wolfgang wieder da ist *grinz*

Das war es auch wieder von mir. Bis zum nächsten Bericht.
Euer Bastian

Bericht 2

Nun bin ich schon über 1 Monat in Rumänien und habe mich hier so langsam eingelebt. Es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht und was man so alles in so kurzer Zeit erlebt.Bei meiner Arbeit mit den Kindern läuft es auch ganz gut, auch wenn es manchmal ziemlich anstrengen sein kann, besonders wenn mal wieder eins der Kinder nicht hört. Aber bis jetzt hat es eigentlich immer gut geklappt und die Kinder sind mir auch schon richtig ans Herz gewachsen.

Leider ist es ein bisschen schwer durch den vielen Besuch (Wolfgangs Großeltern, Die Bautrupps) einen geregelten Tagesablauf für die Kinder zu haben. Der ist aber wichtig, da die Kinder selber lernen sollten, dass nach der Schule erst mal Mittagsschlaf gibt und dann die Hausaufgaben. Auch soll sich nach dem Abendbrot gewaschen werden. Aus diesem Grund habe ich jetzt ein Plakat erstellt, wo der Ablauf drauf gemalt ist. So können sie drauf gucken und mit der Zeit selber lernen wie der Ablauf ist.

Eine andere Aufgabe von mir ist es einmal die Woche für alle zu Kochen. Ich und Kochen und dann meistens für mehr als 8 Leute, ob das gut geht? Bis jetzt denke ich schon, denn es ist keiner krank geworden oder hat sich beschwert *lach*.

Eine Sache die mich diesen Monat sehr gefreut hat, ist das Rebeca (eins von den Kindern) den Schulwechsel nach Petrilla gut überstanden hat und auch schon neue Freunde gefunden hat. Jetzt ist sie auch mit ihren beiden anderen Geschwistern auf einer Schule, was natürlich den Einstieg erleichtert hat.

Da wir im letzten Monat sehr schönes Wetter hatten habe ich meine freie Zeit meistens dazu genutzt um so viele Ausflüge zu machen wie möglich. Weil Berge mich schon immer fasziniert haben bin ich oft in den Bergen unterwegs um zu wandern. Das einmal war ich mit Dorina und Besuchern unterwegs und wir haben Beeren gepflückt. Nach 2 Stunden Aufstieg hatten wir endlich eine gute Stelle gefunden wo es genug Beeren gab um unsere Eimer zu füllen. Das Wetter war wirklich traumhaft und als wir unsere Eimer und unsere Mägen gefüllt hatten machten wir uns gut gelaunt wieder an den abstieg. Leider haben wir am den Tag nur Beeren und das schöne Bergpanorama gesehen. Mein Wunsch einen leibhaftigen Bären zu sehen ging nicht in Erfüllung 😉 anscheinend waren wir zu laut (zum Glück *lach*).

Ein anderes Mal war ich mit Pudding (ein Besucher des Bautrupps) ebenfalls in den Bergen. Wir wollten uns auf die Suche nach Quellen machen die wie Geysire aus dem Bodensprudeln sollten. Nach einer 45 minutigen Autofahrt die mein kleinen Polo auf Herz und Nieren testete (irgendwie erinnerten mich die Straßen an Tansania) kam wir am Ende des Tals an wo wir einen Trampelpfad der am Fluss entlang ging folgten. Irgendwann hörte der Trampelpfad auf und dann verschwand der Fluss auch in der Erde. Als wir dann nach einem langen Aufstieg die Bergspitze erreicht hatten schauten wir uns vergebens nach den Quellen um. Stattdessen blies uns ein Eiskalter Wind ins Gesicht und es fing wirklich an zu schneien brrr. Damit hatten wir nicht gerechnet. Eigentlich wollten wir bei Sonnenschein ein Picknick machen, aber stattdessen versuchten wir mit zitternden Händen vergeblich ein Lagerfeuer zu entfachen um unsere Würstchen zu braten. Aber statt ein prasselndes Feuer lockten wir nur ein laut kläffenden Schäferhund an, der wohl unsere Würstchen gerochen hatte. Also versuchten wir tapfer unsere Würstchen zu retten und machten uns dann auf den Abstieg , da wir schnell wieder ins warme wollten. Die Quellen habe ich bis zum jetzigen Zeitpunkt aber immer noch nicht gefunden. Aber ich werde die Suche nicht aufgeben.

Dies war nur ein kleiner Teil meiner Ausflüge, würde ich die anderen Ausflüge hier erzählen würde das aber den Rahmen Sprengen. Aber wenn ich mehr davon erfahren wollt dann fragt mich einfach.So das war es diesen Monat von mir. Bis zum nächsten Bericht.

Euer Bastian

Bericht 1

Rumänien … Erwartungen? … Aufregungen? … Neugier? … 6 Monate…

02.09.07 – 08.09.07

Viele dieser fragen schwirrten mir durch den Kopf, als ich mich am 2 mit meiner Schwester ins Auto setzte um den weiten Weg vom Sauerland, ins für mich fremde Rumänien zu wagen. Da ich erst am 10 in Petrilla ankommen sollte, wollten wir die Zeit bis dorthin nutzen um eine Rundreise mit den Stationen München, Wien und Siebenbürgen zu machen.
Nach 4 verregneten Tagen in München und Wien erreichten wir endlich unsere erste Station Sibiu in Rumänien. Hier lernte ich auch gleich die Hilfsbereitschaft der Rumänen kennen.
Denn als wir Sibiu um 22 Uhr nach langer fahrt erreichten kam für uns der erste Schock. Wo sollen wir übernachten? Alle Hotels und Pensionen waren ausgebucht. Wir fragten uns durch viele verschiedene Hotels aber trotz allem bemühen der Hotelangestellten konnten wir keine Übernachtungsmöglichkeit finden. Als wir uns schon auf eine unbequeme Nacht im Auto einstellten, wollten wir noch einen letzten Versuch wagen. Aber auch dieses Hotel war bis oben hin voll belegt, doch die Hotel Angestellten kannte noch eine kleine Pension wo ein Zimmer frei sein könnte. Nach mehreren Telefon Gesprächen, es war in zwischen nach 23 Uhr, konnte sie uns voller Freude verkünden das in der Pension noch ein Zimmer frei ist. Nach dem uns dann noch ein freundlicher Rumäne den Weg mit seinen Auto gezeigt hatte konnten wir auch müde, aber zufrieden unsere erste Nacht in Rumänien verbringen. Nach dem wir uns dann Sibiu, bei zum Glück schönsten Sonnenschein angeschaut hatten, machten wir uns auf den Weg nach Datcia/Stein um Frank, Rica und Cora zu besuchen. Dort lernten wir an zwei schönen Tagen das ganz einfache Leben in Rumänien kennen. Auch erzählten uns Frank und Rica viel über ihre Arbeit in Rumänien und gaben mir auch einige Ratschläge für meine Zeit hier.

10 .09.07 – 15.09.07

Am 10 war es dann soweit. Meine Schwester und ich machten uns auf den Weg zu meiner Praktikumsstelle nach Petrilla. Nach 6 Stunden fahrt erreichten wir abends die Stadt. Nachdem wir von Wolfgang und seiner Familie ganz herzlich aufgenommen worden sind versuchte ich nach dem essen die ersten näheren Bekanntschaften mit den Kinder zu schließen. Wobei das brauchte ich gar nicht, denn Kinder kamen sofort zu mir und haben uns das Gelände und ihre Zimmer gezeigt und wollten gleich mit uns spielen. Durch diese Offenheit der Kinder wurden meine größten sorgen sofort über Bord gespült. Am nächsten Tag unternahm ich dann vormittags viel mit den Kindern um sie noch besser kennen zu lernen. Auch habe ich mir viele Tipps von Julia (meine Vorgängerin) geben lass worüber ich ihr sehr dankbar bin, denn dieses wird mir den einstieg hier sehr erleichtern. Nachmittags habe ich dann Wolfgang begleitet um mir eines seiner Projekte an zu schauen. Wolfgang macht im Nachbarort eine Jungschar/Freizeit –Woche mit Kindern aus der Umgebung, wo er ihnen Geschichten aus der Bibel erzählt und mit in singt, bastelt und spielt. Auch wenn ich (noch) kein Wort Rumänisch kann war es doch sehr interessant das mit zu erleben. Ich wurde auch gleich von den Kindern eingebunden und wir haben uns dann mit Händen und Füßen unterhalten. Die nächsten Tage habe ich dann viel mit den Kindern unternommen, das Jungscharprogramm besucht und meine Arbeit Stück für Stück besser kennen gelernt.

Auch wenn man jetzt nach 5 Tagen schlecht ein Fazit schieben kann, kann ich doch sagen dass der erste Eindruck von meiner Arbeit hier mit den Kindern positiv ist. Ich denke ich kann mich in den nächsten 6 Monaten hier richtig wohl fühlen werde. Auch meiner Schwester (die am 14 zurück ins verregnete Sauerland geflogen ist) hat ein schönes Bild von Rumänien gekriegt und wird bestimmt bald wieder dem Land ein besuch abstatten.
Aber erst mal bin ich gespannt wie meine nächsten 6 Monate werden.

Euer
Bastian