Projekt Lernen und Leben, Repser Land

Gemeinsam Lernen- wuerdevoll miteinander das Leben gestalten

Da Menschen mit Behinderungen in Rumaenien normalerweise nicht jene Foerderung und Unterstuetzung erhalten, die sie benoetigen, vor allem nicht auf dem Land, wollen wir genau das tun!

Es soll Beratung und Information jenen Menschen angeboten werden, die entweder selbst Behinderungen haben oder Familienangehoerige pflegen mit Behinderungen.

Das bedeutet, wir wollen jene Menschen hier im Umkreis finden, ihre Beduerfnisse wahrnehmen, ihr Interesse wecken, um eventuell spaeter den Alltag zu erleichtern. Ich hoffe, dass wir als Auslaender nicht mit jener Besserwisserei anruecken, um “ gut gemeint“ unsere Vorstellungen aufzudruecken. Sondern das Projekt zielt darauf ab, Kraefte in den Familienangehoerigen zu wecken, um ihre Lebenssituation selbst zu verbessern. Das soll in eine ambulante Beratungsstelle und auch Selbsthilfegruppen muenden….ein weiteres grosse Ziel sind Weiterbildungen fuer interessierte Familienangeheorige und auch rumaenisches Heimpersonal.

Das Ganze wird in Zusammenarbeit mit rumaenischen Behoerden (z.B. Inspektorat in Kronstadt) sowie auch einer paedagogischen Fakultaet in Kronstadt entstehen. Was mir persoenlich besonders gefaellt: Es werden auch rumaenische Studenten am Projekt mitwirken- dieses dadurch deutsch-rumaenische Projekt soll vor allem nachhaltig den Umgang mit Menschen mit Behinderungen verbessern.

Vielleicht denken jetzt einige: Das sind zu hoch hochgesteckte Ziele!

Angesichts z.B. eines Querschnittgelahmten, der in seinen Exkrementen allein in seiner aermlichen Huette liegt… und auf dem Bauch seinen Weiss-Kohl anbaut, der ihm dann doch noch kurz vor der Ernte von den Nachbarn gestohlen wird…mag man zustimmen und kaum Hoffnungen hegen.

Und doch, wenn nur einige Familien interessiert sind und ihr Zusammen-Leben mit ihren Angehoerigen sich bessert- dann hat sich dieses Projekt gelohnt!

In diesem Sinne…

Tina Bing

Aufgaben und Tätigkeitsfelder

Zu den Aufgaben der Praktikanten bzw. Freiwilligen gehören folgende Schwerpunkte:

  • Unterstützung der leitenden Sozialarbeiterin vor Ort
  • Mitarbeit in den Familien
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Seminaren gemeinsam mit dem Team
  • Öffendlichkeitsarbeit sowie Statistische Erhebungen und Auswertungen

Besonderheiten

Der/Die PraktikantIn wohnt auf einem der beiden Höfe des Ökumenischen Wohnprojektes im Dorf Dacia, das in der ländlichen Umgebung von Rupea liegt.
Sie/Er ist Teil des gemeinsamen Teams des Projektes für Menschen mit Behinderung und des Bildungs- und Begegnungshauses.
Wir erwarten die aktive Zugehörigkeit zu einer christlichen Kirche ( ACK ).
Die Mitarbeiter des Projektes sind zumeist christlicher Ausrichtung und es besteht die Möglichkeit zu gemeinsamen Mahlzeiten und Andachten.

Das Leben auf dem Land fordert gewisse Umstellungen. Es gibt z.B. kein fließend Wasser, keine direkte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und alles braucht etwas mehr Zeit und Geduld. Dafür wartet eine wunderschöne Landschaft darauf, erkundet zu werden, Tiere sind allgegenwärtig und man kann sich vom gewohnten Zivilisationsstress erholen.

Bewerben

Interessenten und BewerberInnen für ein Praktikum bzw. Interessenten die dieses Projekt unterstützen möchten wenden sich bitte an Frau Friedler, E-Mail: friedler@copiii-europei.org