Fahrt nach Rumänien in den Osterferien 2015 ein Bericht von Dorothea Georgi

Die Vorbereitungswoche vor der Fahrt war sehr aufregend. Die am Dienstag festgestellte Scharlacherkrankung der Erzieherin, die mit mir zusammen fahren wollte, stellte uns vor einige Probleme. Wer sollte so kurzfristig als Begleitung gefunden werden? Viele Bemühungen schlugen fehl und es sah so aus, dass die Fahrt abgesagt werden müsse. Glücklicherweise fand sich eine Kollegin, die einerseits mutig war und andererseits ihre familiären Belange regeln konnte. Am Karfreitag-Abend konnte dann nach vielen Überlegungen und Unsicherheiten endgültig entschieden werden, dass die Fahrt mit Frau Schwabe und Frau Georgi stattfinden konnte.

Ostersonntag

Wir trafen uns am Ostersonntag 18.00 Uhr mit allen Mitfahrenden vor der Schule. Der Bus war bis auf den letzten Platz besetzt: 2 Erzieherinnen aus dem Hort, 2 Jungen und 3 Mädchen aus der 4. Klasse und ein Sechstklässler, der im Rahmen des Konfi-Projektes der Friedens-Kirchgemeinde gern mit uns fahren wollte. Ein kurzer Zwischenstopp in Dresden war nötig, um uns mit der 2. Gruppe zu treffen, mit der wir unterwegs sein wollten. Diese bestand aus einem Sozialpädagogen und einer Erzieherin und 6 Kindern im Alter von 8 -16 Jahren aus einer Heimgruppe des Jugendhilfezentrums der Caritas in Dresden-Striesen. Gemeinsam starteten wir dann 19.00 Uhr in Dresden auf unsere lange Reise.

Montag

Nach unspektakulärem Passieren aller 4 Grenzen und einer Fahrt mit sehr geduldigen, teils schlafenden Kindern erreichten wir am Montagnachmittag 15.30 Uhr das Dorf Dacia. Auf den letzten 30 Kilometern hatten alle bereits Gelegenheit, die „hervorragenden“ Nebenstraßen Rumäniens zu erleben. Reichlich durchgeschüttelt freuten sich alle sehr über das Schild am Hoftor des Begegnungszentrums: Bine ati venit – Herzlich willkommen.

Die Schlafräume und das sehr kalte Haus waren schnell in Besitz genommen, so dass wir bei kaltem und nassem Wetter am Nachmittag bereits eine Runde durch das Dorf gehen konnten. Danach wussten alle, an welcher Stelle der Brunnen steht, zu dem im Lauf der Woche immer wieder zum Wasserholen gelaufen werden musste. Ohne dies hätte es kein Wasser zum Kochen und Trinken gegeben.

Dienstag

Am Dienstagvormittag trafen die Kinder mit ihren Erzieherinnen erste Vorbereitungen für die geplante gemeinsame Aktion mit den rumänischen Kindern aus dem Schulprojekt. Wir hatten große Blechtafeln (2 x 3 m ) mitgebracht, die wir gemeinsam bemalen wollten. Auf Papierbögen im gleichen Format gestalteten die Kinder erste Entwürfe und probierten das großflächige Malen.

Am Nachmittag kamen die rumänischen Kinder zusammen mit ihrer Lehrerin Domea Mircea ins Begegnungszentrum. In gut gemischten Gruppen wurden die Ideen mit allem gemeinsam umgesetzt. Mit Händen und Füßen, Herz und Verstand fanden die Kinder beeindruckende Möglichkeiten zusammen die Tafeln mit unterschiedlichen Motiven zu bemalen. Selbstverständlich durfte auch jedes Kind seinen Namen auf die Tafel schreiben, an der es mitgemalt hatte. Die Kinder der evangelischen Grundschule sangen mit allen das Lied: Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern, können nur gemeinsam das Leben besteh’n. Gottes Segen soll sie begleiten, wenn sie ihre Wege geh’n.

Am Abend gab es im Garten des Begegnungszentrums ein erstes Lagerfeuer, für das das Holz von den Kindern gesammelt werden musste.

Die Nächte waren kalt und die Kinder erlebten, dass die Öfen geheizt werden mussten, wollte man es warm haben. Für ständigen Nachschub an Holz sorgten sie bald mit und genossen es, am Ofen zu sitzen.

Mittwoch

Am Mittwochvormittag fuhren wir ins 10 km entfernte Dorf Viscri, wo es eine zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Kirchenburg anzuschauen gibt. Nach einer kleinen geschichtlichen Einführung über die Siebenbürger Sachsen und die Besonderheit der Kirchenburgen erkundeten die Kinder eifrig den Gebäude-Komplex und entdeckten viele spannende Dinge.

Am Nachmittag gingen alle in das Schulgebäude und besuchten die Kinder in ihrem Schulprojekt. Die Kinder aus der Grundschule übergaben die Ostergeschenke, die wir in der Schule in Radebeul speziell für jedes Kind von den Eltern geschenkt bekommen hatten. Auch die rumänischen Kinder hatten kleine Geschenke vorbereitet. Ihre Augen leuchteten, als ihnen noch einige Fußbälle überreicht wurden.

Die erste gemeinsame Aktion war anschließend, die von Deutschland mitgebrachten Beerensträucher im Schulgarten des Schulprojektes einzupflanzen. Die Lehrerin bemüht sich, im Schulgarten jedes Jahr zusammen mit den Kindern Gemüse anzubauen, das dann in der Zeit des Unterrichts gegessen werden kann. Die Sträucher werden mit ihren Früchten hoffentlich bald für Abwechslung im Angebot sorgen. Der Verein sammelt auch ständig Spenden, die es möglich machen sollen, dass die Kinder in der Schule auch eine Mahlzeit bekommen können. Das ist für manches Kind die einzige Mahlzeit am Tag.

Anschließend gingen alle gemeinsam ins Begegnungszentrum. Dort wurden die großen Tafeln aufgenommen und in einer kleinen Prozession mit allen Kindern auf der Dorfstraße zum Spielplatz getragen. Am Zaun des Spielplatzes haben sie einen sehr schönen Platz bekommen und sind ein bunter Blickfang im Dorf. Das Herzlich-Willkommen in rumänischer und deutscher Sprache ist nun weithin sichtbar.

Auf dem Spielplatz fanden sich anschließend die Jungs schnell zum Fußballspielen zusammen und brauchten dafür kaum Worte. Die Mädchen versuchten es miteinander auf dem Klettergerüst und beim Hasche-Spielen und hatten auch bald ihren Spaß miteinander. Als die rumänischen Kinder ihr Lieblingsspiel begannen, nahmen sie ganz unkompliziert schon die deutschen Kinder mit in ihre Gruppen und gemeinsam gab es viel Spaß. Die Erwachsenen gingen bereits zurück ins Begegnungszentrum, während die Kinder ohne Probleme auch gern allein zurückblieben, um ihre Spiele zu beenden.

Donnerstag

Am Donnerstag war ein Ausflug in die 70 km entfernte Stadt Brasov geplant. Beim Fahren über Land konnten die Kinder Eindrücke von der Landschaft, von den siebenbürgischen Dörfern und Städten und von einer Roma-Siedlung am Rande einer Ortschaft sammeln. Das Entsetzen war groß beim Anblick der Behausungen der Roma-Familien.

In Brasov gab es einen Stadtbummel. Der Markt, auf dem auch typische rumänische Dinge verkauft wurden, erregte allgemeines Interesse. Eine Besichtigung der berühmten Schwarzen Kirche durfte nicht fehlen. Leider fuhr die Bahn nicht, die uns auf einen Berg über der Stadt gebracht und allen einen wunderschönen Blick auf die Stadt ermöglicht hätte.

Am Nachmittag fuhren alle von Brasov aus auf das berühmte Schloss Bran, besser bekannt als Dracula-Schloss. Das Schloss bot einen interessanten Rundgang und wirkte mit seinen Gängen und Nischen eher romantisch. Das Gruselkabinett gab es am Fuße des Schlosses. Die Hälfte der Kinder hatte Lust auf Gruseln und Schaudern. Die anderen konnten am Bildschirm beobachten, wie sich gegruselt wurde. So hatte jeder seinen Spaß.

Am Abend gab es noch einmal ein Lagerfeuer und im großen Pfarrgarten wurde mit Begeisterung im Dunkeln Verstecken gespielt.

Freitag

Am Freitag ging es auf den, im 8 km entfernten Rupea stattfindenden, Wochenmarkt. Hier gibt es neben Obst und Gemüse, Werkzeug und Bekleidung, Bäumen und Sträuchern auch Sofas und Türen zu kaufen. Im bunten Gewimmel staunten die Kinder über das Angebot und das Nebenher von Autos und Pferdekutschen.

Eindrücklich war auch der Viehmarkt. Neben vielen Küken, von denen einige Kinder am liebsten eins gekauft und mit nach Hause genommen hätten, lagen in den Kofferräumen der Autos auch kleine Ferkel und sollten die Besitzer wechseln. Die Tierliebhaber unter den Kindern waren entsetzt, als zwei Ferkel von ihrem neuen Besitzer in einen großen Plastesack gesteckt wurden. Diesen warf sich der Mann über die Schulter und lief davon.

Am Mittag waren wir wieder zurück. Da das Begegnungszentrum zur weltweiten Nagelkreuzvereinigung von Conventry gehört, findet freitags 12.00 Uhr ein Friedensgebet statt. In einem offenen Glockenstuhl, der im Garten steht, gibt es eine Glocke, die die Kinder läuten durften. Dann erzählte Frank Roth, der Leiter des Projektes, den Kindern über die geschichtlichen Hintergründe der Vereinigung. Gemeinsam wurde gesungen und gebetet.

Da der einzige noch in Dacia lebende Siebenbürger Sachse anwesend war, konnte für den Nachmittag ein Besuch bei ihm ausgemacht werden. Herr Konnerth, fast 89 Jahre alt, ist der Kurator der evangelischen Gemeinde vor Ort. Er hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Kirche restauriert werden konnte und mit seiner Zustimmung war es auch möglich, dass das leerstehende Pfarrhaus zum Begegnungszentrum wurde.

Also besuchten am Nachmittag alle Herrn Konnerth auf seinem Grundstück. Dort waren vor allem die Bienenvölker, die der alte Herr besitzt, von Interesse. Die Kinder erfuhren vom Leben der Bienen und der traurigen Tatsache, dass die Bienenvölker wahrscheinlich aussterben werden, weil die Brut von einer Milbe vernichtet wird. So werden wir in Zukunft auch in der Schule in Radebeul leider nicht mehr den leckeren Honig aus Rumänien verkaufen können. Der Vorteil unseres Besuches war, dass die Kinder mit Herrn Konnerth deutsch sprechen konnten und sie dadurch ihre Fragen beantwortet bekamen, ohne dass wir jemanden zum Übersetzen gebraucht hätten.

Herrn Konnerth gab uns auch den Kirchenschlüssel. So konnten wir uns am späten Nachmittag die Kirche und die Kirchenburganlage anschauen. Schwer zu verstehen war es für die Kinder, dass die Kirche zwar in Ordnung ist, in ihr aber fast keine Gottesdienste mehr stattfinden.

Am Abend gab es das letzte Lagerfeuer, wo alle in einer gemeinsamen Abschlussrunde von ihren Eindrücken erzählen konnten. Es gab nur wenige Dinge, die negativ empfunden worden waren. Das war z.B. die anfängliche Kälte in den Räumen und dass das Wasser aus dem Brunnen auf dem Grundstück nicht richtig sauber war. Ansonsten waren alle sehr zufrieden und konnten ein positives Fazit dieser Woche ziehen.

Samstag

Der Samstagvormittag verging mit dem Einpacken aller Habseligkeiten und der ordentlichen Übergabe des Hauses. Das gemeinsame Mittagessen beendete unsere Zeit in Dacia. Zuvor hatte uns die rumänische Lehrerin anlässlich des bevorstehenden rumänisch-orthodoxen Osterfestes bunte, gekochte Eier und selbstgebackenes Schmalzgebäck gebracht und sich damit auf liebevolle Weise von uns verabschiedet.

Um 13.15 Uhr fuhren wir in Dacia los, nachdem es einen bewegenden Abschied von der Roma-Frau und ihrer Familie gegeben hatte. Elvira betreut die Gäste im Begegnungszentrum und hatte in dieser Woche für uns gekocht, geheizt und alle anfallenden Arbeiten erledigt. Durch ihre Anstellung beim Verein „Copiii Europei“ ist sie in der Lage, den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder zu verdienen.

Auch die Rückfahrt verlief ohne Probleme. Wir fuhren, wie auf der Hinfahrt, ohne große Pausen bis nach Deutschland und waren am Sonntagmorgen gegen 6.00 Uhr wieder vor der Schule in Radebeul. Wir konnten den schnell herbeigekommenen Eltern fröhliche und entspannte Kinder übergeben, die voller positiver Eindrücke sicher viel zu erzählen hatten. Auch für uns Erwachsene war es eine wunderbare Woche, in der wir erleben durften, wie unkompliziert, neugierig und wissbegierig Kinder sind. Offenbar spielen Grenzen und die Zugehörigkeit zu einem anderen Volk keine Rolle und es ist möglich, sich als Kinder derselben Erde wahrzunehmen und miteinander gute Zeiten zu erleben.

Natürlich sind wir auch dankbar, dass wir während unserer Reise behütet und bewahrt waren, dass alle gesund geblieben sind und sich wohl gefühlt haben und dass wir mit einem von einer Dresdner Auto-Werkstatt gesponserten Bus fast 3000 km gut gefahren sind. Das Wagnis, mit Grundschülern eine solche Reise zu unternehmen, hat sich gelohnt. Unser Besuch in Dacia hat sicher dazu beigetragen, dass sich die Kinder des Schulprojektes im Dorf und die Kinder aus unserer Schule kennenlernen konnten. Mit ihrer gemeinsamen Malaktion haben sie bleibende Spuren hinterlassen.

Radebeul, am 22. 4. 2015                                           Dorothea Georgi

„5 Minuten Hilfe sind besser, als 10 Minuten Mitleid“ ein Bericht von J.Herzog

Wir waren wieder einmal in Dacia in Rumänien. Einem Ort, an dem es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ein Ort der Ruhe und dem friedlichen Miteinander – so scheint es auf den ersten Blick, wären da nicht die hoffnungslosen Menschen dessen Leben von Armut und Ausgrenzung geprägt ist.

Doch wir haben uns nicht 2 Wochen ausgeruht und gefaulenzt, sondern Menschen geholfen, die unsere Hilfe brauchen. Wir haben für sie und mit ihnen gebaut, mit den Kindern gespielt und lebensnotwendige Unterstützung geboten.

den ganzen Bericht mit Bildern finden sie hier als pdf Datei

Werkzeug für unsere Arbeit in Rumänien

Gemeinsam mit dem Internationalen Bauorden (IBO) haben wir in der Vergangenheit schon einige soziale Bauprojekte in Rumänien durchführen können. auch in kommenden Sommer ist wieder ein Baucamp in Dacia/Stein (Rumänien ) geplant. Oftmals hat es an den richtigen Werkzeugen gemangelt und Arbeiten zogen sich dadurch länger hin. In einer großen Sammelaktion hat nun der Internationale Bauorden zu Werkzeugspenden für uns aufgerufen. Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir danken allen Spendern und den IBO Mitarbeitern sehr herzlich für diese wunderbaren Spenden.

Hier ein kurzer Überblick von Katharina Telwa vom Internationalen Bauorden:

vor 1 1/2 Wochen fand unser Werkzeug –Sammeltag statt. Hier eine kurze Zusammenfassung des Tages: Am 21.Mai von 8-17 Uhr nahmen wir  in unserer Geschäftsstelle in Ludwigshafen Werkzeuge entgegen. Schon am frühen Morgen kamen die ersten Besucher um ihr Werkzeug zu spenden. Im Laufe des Tages besuchten uns die verschiedensten Leute, die zusammen eine wundervolle Sammlung an Werkzeug zusammengetragen haben. Der ein oder andere kam sogar gleich mit mehreren Kisten bei uns ins Büro vorbei. Vom Anschlagwinkel, über Hammer und Nägel bis hin zum Tapezierstab wurde verschiedenstes gespendet. Insgesamt sind so die ein oder anderen vergessenen Schätze weitergegeben worden, die nun für einen guten Zweck wieder zum Einsatz kommen. Fazit: Die Aktion war ein toller Erfolg.

 

Ein kurze und ereignisreiche Osterfahrt nach Dacia/ Stein

In den sächsischen Osterferien gab es wieder eine Fahrt nach Rumänien. Die Fahrt begann am Donnerstag, den 17.4.2014 kurz nach 16.00 Uhr in Dresden. Der Bus und der Hänger wurden schon am Wochenende vorher geladen und enthielten neben Kleidung eine größere Anzahl Windeln für das Altersheim der Diakonie in Brasov/ Kronstadt, medizinisches Material für das Krankenhaus in Rupea/ Reps, junge Bäume für den Garten des Bildungs- und Begegnungszentrums, Materialien für das Schulprojekt, sowie ganz persönliche Geschenke für die Kinder des Schulprojekts. Bevor die Reise am Donnerstag losging, bekam ich am Morgen um 6.00 Uhr einen Anruf von meinem lieben Nachbarn in Dresden. Der bis dahin gepackte Hänger, welchen ich auf einer Nebenstraße abgestellt hatte, war während der Nacht von neugierigen Wesen geöffnet worden. Die Säcke mit Kleidung waren aufgerissen und lagen teilweise auf der Straße verteilt. Mit Hilfe meines Nachbarn konnten wir diese jedoch ohne größere Schäden wieder verpacken und den Hänger wieder verschließen. Die ebenfalls im Hänger verstauten Rasenmäher und Mähbalken waren jedoch so gut verpackt, dass die neugierigen Augen sie nicht gesehen hatten.

Am Freitag, späten Nachmittag, kam ich nach acht längeren Staus und einer Totalsperrung der Autobahn in Ungarn, die mehrere Stunden Zeit kostete, etwas erschöpft in Simeria, bei Pfarrer Paul Dörr und seiner Frau Elena an. Meinem Wunsch, einfach nur noch ins Bett zu gehen, wurde nicht statt gegeben. Paul, der gerade von einer Beerdigung zurück kam, hatte sich seit mehreren Tagen von der Hausherrin das Essen „Arme Ritter“ gewünscht und war der Meinung, dies nur mit mir verspeisen zu wollen. Dabei erzählte mir Paul ausführlich, welche Freude die aus dem Erzgebirge erhaltene Holzzentralheizung der von ihm zu betreuenden Roma- Gemeinde macht. Natürlich gab es auch noch eine kleine Bitte. Zwei weiter entfernte Roma- Gemeinden, welche ebenfalls von Paul betreut werden, benötigen noch für ihre kleinen Kirchen Stühle. Aus diesem Grund bitten wir- wer in seiner Gemeinde oder sozialem Umfeld Stühle abzugeben hat, kann sich gerne an uns wenden- wir suchen 2x je 30-35 Stück für die Gemeinden in Rumänien.

Am nächsten Morgen- ausgeschlafen und frisch gestärkt, ging es weiter nach Dacia/ Stein. Bei der Einfahrt hielt ich bei Kurator Konnerth und wir sprachen kurz den Gottesdienstbesuch in der Nachbarstadt am Ostersonntag ab. Hier, wie auch später von Elvira, erfuhr ich, dass in den letzten Wochen in die Kellerräume des Bildungs- und Begegnungszentrums- seit 8 Jahren wieder einmal- eingebrochen wurde und dabei u.a. das gesamte Eisengerüst gestohlen und Fenster zerstört wurden. Nach den Gesprächen mit Elvira ging es dann rasch ins Bett.

Der Ostersonntag begann mit einem Ostergottesdienst in Rupea. Die alten Sachsen haben sich sehr gefreut, mich wieder zu sehen. Nach dem Gottesdienstbesuch konnte ich mit Pfarrer Schmidt die Grobplanung für das Jahr 2014 durchsprechen. Danach ging es zurück nach Stein und ans Ausladen und Sortieren der mitgebrachten Sachen. Am Nachmittag begann ich mit Robert die Wasserinstallation im Bildungs- und Begegnungszentrums wieder zu aktivieren. Dabei mussten wir leider feststellen, dass Teile der Leitung der Sommerdusche abgefroren waren und die Pumpe, welche wir letztes Jahr neu erworben hatten, leider auch nicht ihre Arbeit aufnehmen wollte. Dies bedeutete für uns, die Pumpe wieder auszubauen und eine Ersatzteilliste für die Sommerdusche zu machen. Bis zum Abend waren wir beschäftigt, die mitgebrachten Bäume und Sträucher im Garten des Bildungs- und Begegnungshauses einzupflanzen. …

Noch letztes Jahr im Oktober hatten wir zwei Paare bei uns in Dacia/ Stein zu Besuch, die uns zwei Nussbäume als Geschenk mitbrachten und welche wir gemeinsam eingepflanzt haben. Nun stand ich mit Herrn Konnerth vor einem der Nussbäume, an dem die ersten Knospen zu sehen waren. Der Baum treibt das erste Mal aus in Stein und einer der Gäste, der den Baum mitgebracht hat, ist im vergangenen Dezember mit Mitte Vierzig überraschend verstorben. So bekommt dieser Baum eine ganz eigene Bedeutung für den Wert des Lebens und für das, was wir daraus machen dürfen. …

Für den späten Nachmittag war ich eigentlich von den anderen angereisten deutschen Gästen eingeladen, eine selbst gebackene Pizza zu genießen. Jedoch kam gerade da eine ungarisch-rumänische Freundin mit selbst gebackenen ungarischen Spezialitäten zu Besuch. Danach hieß es einfach nur noch schlafen.Der Ostermontag war ausgefüllt mit dem Wegfahren des Mistes, welchen die Kuh über den Winter produziert hatte, das medizinische Material wurde nach Rupea gebracht und der Hänger wurde mit den Spenden für das Altersheim der Diakonie in Kronstadt vorbereitet.

Am Dienstag ging es dann nach Kronstadt. Dort wurde das Auto zur Werkstatt gebracht, das Geld für die Gehälter, für Steuern und Versicherungen von der Bank geholt und der Buchhalterin alle Unterlagen zur Verfügung gestellt. Da unser guter Geist Waltraud in Kronstadt schon vieles vororganisiert hatte, konnten alle diese Dinge bis Mittwoch Abend erledigt werden und es ging zurück nach Dacia. Donnerstag wurden für die Rückreise schon wieder Vorbereitungen getroffen und die Unmengen an Mist der Kuh weiter aufs Feld gebracht. Ebenso wurden mit Valentina die Bauvorbereitungen und Ausmessungen geregelt, wo dieses Jahr neue Elektrik und ein Fußboden eingebaut werden sollen. Ebenso folgten die Beseitigung der Einbruchspuren im Pfarrhaus und eine festliche Übergabe der Geschenke für die Kinder des Schulprojektes. Die Kinder, welche wussten, dass es Besuch aus Deutschland gibt, hatten als Dankeschön ganz liebe kleine Ostergeschenke für die Kinder der Grundschule in Radebeul gebastelt.

Freitag Morgen um 6.00 Uhr begann die Rückreise, welche nur zweimal abrupt durch mobile Zollfander auf der Autobahn in der Slowakei und der Tschechischen Republik gestoppt wurde. Nach 20 Stunden Non-Stopp-Fahrt endete der kurze Ostereinsatz glücklich, zufrieden und erschöpft.

Ganz herzlich möchten wir uns bedanken bei: den Kindern, Eltern und Pädagogen der Ev. GS Radebeul; Dorothea Georgie bei der Organisation, Planung, Durchführung der Geschenke für die Kinder des Schulprojektes; der diakonischen Gemeinschaft des Diakonissenkrankenhauses Dresden für die Spende für das Schulprojekt; dem Kirchenkreis Mühlhausen und den privaten Spendern für die Spenden für das Schulprojekt; Catrin Schubert für die zur Verfügung gestellten Spenden für die Buchhaltungsfirma. Durch ihre Zuwendungen war es Möglich die Gehälter für den Zeitraum Januar bis August sowie die Ausstehende Steuern und Versicherungen.

Mit lieben Grüßen

Frank Roth

Bilder folgen!!!

Neuer Flyer für Schulprojekt

Liebe Freunde und Unterstützer,
der neue Flyer für das Schulprojekt von Copiii Europei sind nun da. 1000 Stück liegen bereit um verteilt zu werden.
Ihr könnt sie unter kontakt@copiii-europei.org bestellen.
An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Denis und Jasmin für ihre Arbeit.

Zukunftswerkstatt 2014

Liebe Freunde und Unterstützer von Copiii Europei,

wir laden Sie / Dich hiermit ganz herzlich zu unserer jährlichen Zukunftswerkstatt nach Dresden ein. Die Zukunftswerkstatt versteht sich als eine Zusammenkunft von Unterstützern, Begleitern, Spendern und Freunden der Arbeit von Copiii Europei. Hierbei ist die Art und Weise der Beteiligung unrelevant.

Gemeinsam möchten wir mit euch das vergangene Jahr und die damit verbundenen Arbeiten, Erfolge und Probleme reflektieren und anschließend in das Jahr 2014 und seiner Planung schauen. Jeder von Ihnen/ Euch ist eingeladen, seine ganz persönlichen und kreativen Gedanken mit einzubringen.

Die diesjährige Zukunftswerkstatt findet in Dresden statt. Sie wird am 01. März 2014 ab 9 Uhr auf dem Gelände des Diakonissenkrankenhauses stattfinden.Wir bitten Sie/ euch, uns bis 01. Februar 2014 eine Rückmeldung zu geben, ob Sie/ ihr daran teilnehmen können/ könnt. Partnervereine bitten wir um die Teilnahme von max. 2 Vertretern, welche, wenn möglich, Entscheidungsbefugnis haben.

Die genaue Tagesordnung senden wir nach der Rückmeldung den Teilnehmern/ innen dann umgehend zu.

Rückmeldungen bitte an zukunftswerkstatt@copiii-europei.org
Wir freuen uns auch Ihre/ eure Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen

Frank Roth

2014

Copiii Europei und Jonatan e.V. wünschen allen, die uns in den vergangenen Jahren begleitet, besucht und unterstützt haben ein gesegnetes neues Jahr 2014. Wir freuen uns über ein Wiedersehen in Deutschland oder Rumänien.

Neue Praktikantin über Copiii Europei

Liebe Freunde und Unterstützer von Copiii Europei,

seit September ist nun Elisa Duden als Praktikantin bei Stefan Armer in Dersca/ Rumänien. Wir freuen uns, dass wir sie von Copiii Europei aus dorthin entsenden konnten. Dies ist nun schon das zweite Jahr in Folge, dass wir Familie Armer, welche als Missionare für „Globe Mission“ tätig sind, in dieser Form unterstützen können. Elisa Duden wird die Arbeit von Familie Armer in schulischen, hauswirtschaftlichen und missionarischen Tätigkeiten unterstützen.

Wir wünschen Elisa Duden und Familie Armer eine gesegnete und erfüllte Zeit. Mit lieben Grüßen, Das Team von Copiii Europei